03.03.2015|Bauhauptgewerbe

Bauhauptgewerbe: Geräteauslastung witterungsbedingt unter Vorjahresniveau

Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima erneut leicht verbessert. Die Betriebe waren mit ihrer Geschäftslage ähnlich zufrieden wie im Vormonat und äußerten sich im Hinblick auf die weitere Entwicklung etwas zuversichtlicher als zu Beginn des Jahres. Der Auslastungsgrad der Gerätekapazitäten ist gesunken; er war mit 74 % (saisonbereinigt)[1] deutlich niedriger als zur gleichen Zeit im Vorjahr (79 %). Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass bei wesentlich mehr Betrieben als ein Jahr zuvor die Bautätigkeit durch Witterungseinflüsse beeinträchtigt war (56 % gegenüber 20 %). Auftragsmangel wurde mit deutlichem Abstand an zweiter Stelle und ähnlich häufig wie im Vorjahr von 17 % der Testteilnehmer als Grund für Behinderungen der Bautätigkeit angeführt. Die Reichweite der Auftragsreserven hat sich im Durchschnitt der Bausparten leicht verkürzt. Mit 3,1 Monaten lag sie geringfügig über dem vergleichbaren Vorjahresniveau (3,0 Monate). Die Produktionserwartungen sprechen erneut für eine eher stagnierende Entwicklung der Bautätigkeit in den nächsten Monaten. Den Firmenmeldungen zufolge hat sich der Spielraum für Preiserhöhungen verkleinert, in den nächsten Monaten dürfte er sich aber wieder vergrößern. Die Personalpläne deuten auf eine schwächere Zunahme der Beschäftigtenzahl als bisher hin.

 

Im Hochbau setzte sich die Verbesserung der Geschäftslage im Februar verlangsamt fort. Für die nächste Zeit wurden allerdings leichte Abschwächungstendenzen erwartet. So vor allem im Wohnungsbau, der sich bis zuletzt einer überdurchschnittlich guten Geschäftslage erfreute. Im gewerblichen Hochbau gaben die insgesamt positiven Bewertungen etwas nach, für das kommende halbe Jahr wurde mit keiner wesentlichen Änderung gerechnet. Nochmals gewachsen ist die Zufriedenheit mit der Geschäftslage im öffentlichen Hochbau. Die hier tätigen Betriebe sahen zudem durchaus noch Spielraum für eine weitere Verbesserung in der nahen Zukunft. Die Kapazitätsauslastung ist im Durchschnitt der Hochbausparten nahezu konstant geblieben. Sie lag mit 75 % – vor allem witterungsbedingt - fünf Prozentpunkte (saisonbereinigt) unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Die Reichweite der Auftragsbestände erhöhte sich geringfügig auf 3,6 Monate (Februar 2014: 3,2 Monate).

 

Die im Tiefbau tätigen Betriebe waren mit ihrer Geschäftslage unzufriedener als im Vormonat, sie erwarteten aber eine deutliche Verbesserung in den nächsten Monaten. Die Reichweite der Auftragsbestände ging weiter zurück und lag mit 2,2 Monaten unter dem Vorjahresniveau (2,7 Monate). Der Auslastungsgrad des Maschinenparks nahm ab und war mit 72 % deutlich niedriger als zur gleichen Zeit im Vorjahr (76 %, Werte saisonbereinigt). Der deutliche Abstand zum Vorjahresergebnis ist wie im Hochbau vor allem auf witterungsbedingte Einflüsse zurückzuführen.



[1] Änderung der Saisonbereinigung ab Januar 2015: Umstellung vom ASA-II-Verfahren auf das vom U.S.Bureau of the Census entwickelte und international weit verbreitete X-13 ARIMA-SEATS-Verfahren. Mit der Umstellung werden die Zeitreihen ohne Witterungsbereinigung ausgewiesen.

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