02.12.2014|Bauhauptgewerbe

Bauhauptgewerbe: Kapazitätsauslastung unter Vorjahresniveau

Im Bauhauptgewerbe setzte sich das freundliche Geschäftsklima mit einer leichten Verbesserung fort. Die Betriebe waren mit ihrer Geschäftslage unverändert zufrieden, ihre Geschäftsperspektiven schätzten sie etwas günstiger ein als im Oktober. Der Auslastungsgrad der Gerätekapazitäten ist konstant geblieben und war mit 74 % (saison- und witterungsbereinigt) um zwei Prozentpunkte niedriger als zur gleichen Zeit im Vorjahr. Über Behinderungen der Bautätigkeit berichteten 23 % der Baubetriebe gegenüber 20 % ein Jahr zuvor. Der häufigste Grund war Auftragsmangel, den 13 % der Betriebe anführten (Vorjahr: 8 %). Andere Behinderungsgründe spielten mit Meldehäufigkeiten von 5 % (Arbeitskräftemangel) und darunter eine deutlich kleinere Rolle. Die Reichweite der Auftragsreserven sank im Durchschnitt der Bausparten auf 3,0 Monate. Sie lag damit auf dem Vorjahresniveau. Den Firmenmeldungen zufolge ist der Spielraum für Preiserhöhungen etwas kleiner geworden. Zudem dürfte es nach Einschätzung der Befragten schwieriger werden, in der nächsten Zeit Preisanhebungen durchzusetzen. Die Personalpläne wurden nach unten korrigiert, sie deuten aber nach wie vor auf einen Bedarf an zusätzlichen Arbeitskräften hin.

Im Hochbau konzentrierte sich die Verbesserung des Geschäftsklimas im Wesentlichen auf den öffentlichen Hochbau, der sowohl seine aktuelle Geschäftslage als auch seine weiteren Aussichten günstiger als im Oktober einschätzte. Im Wohnungsbau wurde die Geschäftslage nicht mehr ganz so gut wie im Vormonat, aber weiterhin besser als in den anderen Hochbausparten beurteilt. Die im Wohnungsbau und gewerblichen Hochbau tätigen Betriebe erwarteten, dass sich im kommenden halben Jahr an ihrer Gesamtsituation wenig ändern dürfte. Die Kapazitätsauslastung war im Durchschnitt der Hochbausparten mit 75 % genauso hoch wie im Vormonat, sie lag aber erneut drei Prozentpunkte (saison- und witterungsbereinigt) unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Die Reichweite der Auftragsbestände verkürzte sich auf 3,3 Monate (Vorjahreswert: 3,1 Monate).

Die im Tiefbau tätigen Betriebe bewerteten ihre Geschäftslage – wie schon im Vormonat – als beinahe zufrieden stellend und weiterhin erheblich besser als im langfristigen Durchschnitt. Im Hinblick auf die Geschäftsperspektiven hielten sich positive und negative Einschätzungen erneut die Waage. Die Reichweite der Auftragsbestände ist leicht gestiegen und war mit 2,6 Monaten ebenso hoch wie zur gleichen Zeit im Vorjahr.[1] Der Auslastungsgrad des Maschinenparks verringerte sich erneut und lag mit 71 % unter dem vergleichbaren Vorjahresniveau (73 % Werte saison- und witterungsbereinigt).



[1] In den relativ niedrigen aktuellen Werten spiegelt sich nicht das laut amtlicher Statistik große Auftragsplus im ersten Halbjahr 2014. Die Ursache dürfte hauptsächlich darin liegen, dass vergebene Großprojekte nicht oder nur teilweise in der Erhebung erfasst wurden.

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