01.04.2016|Gesamtwirtschaft

Gewerbliche Wirtschaft: Geschäftsklima verbessert sich wieder

Das Geschäftsklima der gewerblichen Wirtschaft verbesserte sich im März wieder. Den Ergebnissen des L-Bank-ifo Konjunkturtests zufolge waren die Unternehmen, nach einem Rückgang im Vormonat, wieder ähnlich zufrieden mit ihrer gegenwärtigen Situation wie im Januar. In Bezug auf die Geschäftsentwicklung im kommenden halben Jahr äußerten sich die Testteilnehmer nicht mehr so pessimistisch, sie rechneten aber weiterhin mehrheitlich mit einer sich leicht abschwächenden Geschäftsentwicklung. Auch der aktualisierte Frühindikator für die Entwicklung des realen Bruttoinlandsprodukts (nicht saison- und kalenderbereinigte vierteljährliche Veränderungsraten gegenüber dem Vorjahresquartal) in Südwest deutet bei einem bis Juni 2016 reichenden Prognosehorizont auf nachlassende Wachstumsimpulse hin. 

Sektorale Entwicklungstendenzen: Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe klarte auf. Die Umfrageteilnehmer waren – nach einem Rückgang im Vormonat – wieder zufriedener mit ihrer derzeitigen Lage. Die Geschäftsaussichten für die kommenden Monate wurden weniger pessimistisch eingestuft als zuletzt. Auch aus dem Ausland wurden wieder leichte Impulse erwartet. Der Geschäftsklimaindikator im Bauhauptgewerbe stieg deutlich. Die Firmen sind, trotz eines leichten Rückgangs, weiterhin zum größten Teil zufrieden mit ihrer aktuellen Situation. Die Zweifel bezüglich der Geschäftsentwicklung in den kommenden Monaten wurden durch eine optimistische Haltung abgelöst. Das Geschäftsklima im Großhandel blieb nahezu unverändert. Die momentane Lage wurde wieder etwas günstiger eingestuft. Die Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung im kommenden halben Jahr wurden hingegen leicht zurückgenommen. Der Geschäftsklimaindikator im Einzelhandel stieg an, blieb aber weiter im negativen Bereich. Die Umfrageteilnehmer zeigten sich, nach zwei Rückgängen in Folge, wieder zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Die Geschäftsentwicklung im kommenden Halbjahr wurde zwar etwas günstiger eingestuft, es wird aber weiterhin eine rückläufige Entwicklung erwartet.

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