15.03.2013|Gesamtwirtschaft

Konjunkturbeobachtung jetzt auch auf regionaler Ebene – Hochstimmung am Hochrhein

Vor allem für den Süden Baden-Württembergs war der Februar ein guter Monat – zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Regionalindex, dem neuen Service der L-Bank für Baden-Württemberg: Zusätzlich zu ihrem Konjunkturbericht veröffentlicht sie mit dem neuen Regionalindex ab sofort auch Kennzahlen zur konjunkturellen Entwicklung in den einzelnen Regionen Baden-Württembergs.

Welche Gebiete entwickeln sich besonders stark? Wo lässt die wirtschaftliche Dynamik nach? Der L-Bank-Regionalindex liefert Antworten auf diese und weitere Fragen. „Wir bieten unseren Lesern damit ein detailliertes Stimmungsbild der Wirtschaft in Baden-Württemberg“, sagt Christian Brand, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank, Staatsbank für Baden-Württemberg.

Für den L-Bank-Regionalindex werden die Zahlen des ifo-Instituts und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zur wirtschaftlichen Entwicklung in Baden-Württemberg mit denen der einzelnen Industrie- und Handelskammern zusammengeführt. Der Regionalindex umfasst damit sowohl die Stimmung der Verbraucher als auch der Unternehmer. Basiswert 100 ist – analog zum ifo-Konjunkturtest – der Konjunkturindex vom Januar 2008.

Im Februar erreichte das Gebiet Hochrhein-Bodensee mit 96,37 Punkten den höchsten Wert aller zwölf Regionen. Auch in den ebenfalls im Süden des Landes gelegenen Regionen Neckar-Alb, Schwarzwald-Baar-Heuberg und Bodensee-Oberschwaben deutet der Regionalindex auf eine gute Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern hin. Alle drei Gebiete liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt von 91,3 Punkten.

„In diesen Regionen sind viele Unternehmen aus der Gesundheitswirtschaft und der Umwelttechnologie ansässig. Das macht sich jetzt bezahlt. Denn diese Branchen sind weniger abhängig von konjunkturellen Schwankungen auf dem Weltmarkt als etwa die Automobilindustrie“, betont L-Bank-Vorstand Christian Brand. Dies erklärt auch zum Teil das vergleichsweise schlechte Abschneiden der Region Stuttgart im aktuellen Regionalindex. Hier ist die Automobilindustrie ein wichtiger Wirtschaftszweig. „Eine geringe Nachfrage nach Fahrzeugen schlägt sich deshalb auf die Wirtschaft der gesamten Region nieder“, so Brand.

Allerdings ist Besserung in Sicht, wie die aktuellen Zahlen des ifo-Instituts für Baden-Württemberg zeigen. So liegt das Geschäftsklima der Hersteller von Kraftwagen und -teilen im Februar bei -7,8 Punkten. Damit äußern sich die deutlich zuversichtlicher als in den Vormonaten. Im Januar lag der Geschäftsklimaindex bei -20,7, im Dezember gar bei -40,5 Punkten. „In dieser Branche ist also ein deutlicher Aufwärtstrend erkennbar, von dem vor allem die Region um Stuttgart profitieren wird“, ist sich Brand sicher.

Der L-Bank-Regionalindex wird künftig gemeinsam mit dem Konjunkturbericht Baden-Württemberg veröffentlicht.

L-Bank-Regionalindex für Baden-Württemberg, Februar 2013:

  Hochrhein-Bodensee    

96,37  

  Heilbronn-Franken    

93,06  

  Neckar-Alb    

93,02  

  Bodensee-Oberschwaben    

92,80  

  Schwarzwald-Baar-Heuberg    

92,25  

  Nordschwarzwald    

91,52  

  Baden-Württemberg    

91,30  

  Südlicher Oberrhein    

90,32  

  Ulm    

89,81  

  Rhein-Neckar    

89,71  

  Karlsruhe    

89,35  

  Ostwürttemberg    

88,85  

  Stuttgart    

88,54  

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